COVID-19 bedingt eine Reise anders wie geplant – Entschleunigung im Burgenland.

Lange hatten wir überlegt wie und wo wir unseren Sommerurlaub heuer verbringen werden. Geplant waren die letzten zwei Ferienwoche irgendwo, evtl. mal wieder in den Norden zu reisen. Und dann kam COVID-19 und alles würde anders. Was zuvor problemlos möglich war ist nun plötzlich mit Bedenken und völlig neuen Überlegungen verbunden. Die Fallzahlen steigen und haben kürzlich erst den höchsten Wert seit 03.April wieder erreicht.

Ist es verantwortungsvoll in derzeitiger Situation zu verreisen? Kommen neue Reisewarnungen? Ist eine Rückkehr dann so einfach möglich?

Also ein Urlaub in Österreich. “schau auf´s Land” wie die Regierung empfiehlt.

Und dann – kurz bevor es Ende August losgegangen ist eine Schlechtwetterperiode. Prima – genau die Woche erwischt in welcher Starkregen angesagt wurde. Unser ursprünglich überlegtes Ziel Ober- und Niederösterreich zu erkunden und die neue Plattform schauaufsland.at zu nutzen können wir vergessen. Der Südosten ist der einzige Winkel in welchem halbwegs gutes und stabiles Wetter vorgesagt wurde. Also Burgenland.

Auf der Hinfahrt entschied mein Copilot das ein Abstecher, naja eher ein unangemeldeter Überfall, “zuhause” in Kärnten gut wäre. Ja – es war tatsächlich ein Überfall …

Tags darauf hin es von der Nähe Klagenfurt auf der Bundesstrasse Richtung Wien durch beeindruckende Landschaften quer durch die Steiermark, an Bruck an der Mur vorbei bis zur Südautobahn und dann Richtung Eisenstadt. Unser Ziel war der Gemeindecampingplatz in Donnerskirchen, westlich des Neusiedlersee in Mitten der Weinberge. Ideal für unsere geplanten Radtouren. Zudem ein Freibad unmittelbar daneben. 

Ein Ausflug in die Hauptstadt von Burgenland musste natürlich auch sein – der einzige wirklich leicht verregnete Tag der Woche hat sich ideal dafür angeboten. Das Esterhazy-Schloss, die Fussgängerzone und ein wenig durch die Stadt herumspazieren. Und natürlich ein Kaffe mit Kuchen 🙂

Tags darauf ein Ausflug nach Podersdorf – leider, abgesehen vom Strandbad und dem Campingplatz kein direkt Zugang zum See möglich. Also die Mole entlang und ein wenig Seeluft schnuppern. In der “Strandbar” dann noch einen Kaffee schlürfen. Im Dorf gab´s noch eine Pizza zu Mittag. Auf der Rückfahrt schauten wir dann noch das Schloß Halbturn an. Ein beeindruckender Privatbesitz.

Die Freistadt Rust und der Ort der Seefestspiele Mörbisch durften natürlich auch nicht fehlen. Rust ist eine nette kleine Stadt mit etlichen anmachigen Cafe´s. Sehr gemütlich. Ach ja – und Schlagen mitten im Ort – beinahe wäre ich auf eine Ringelnatter gestiegen. Unklar bleibt wer sich mehr erschrocken hat 🙂 Aber auch in Rust wissen Sie was sie von den Touristen verlangen können. 3,30 EUR für eine Verlängerten und 3,80 EUR für einen Kuchen das ist dann schon eher unverschämt. Mörbisch war weniger unser Ding. Zu sehr vermarktet und wiederum nur eingeschränkter Zugang zu See.

Sehr zu empfehlen sind Radtouren. Super ausgebaute Fahrradwege, bestens beschildert. Alte Weinkeller, teilweise in Heurigen umgebaut laden zum Rasten ein. Haben wir natürlich auch ausprobiert. Weinhaus Schüller – sehr freundlich und ausgezeichnete Angebote. Der Hausherr hat sich dann noch kurz zu uns gesetzt und wir haben festgestellt, dass wir gemeinsame Bekannte in Feldkirch haben. Die Welt ist eben doch ein Dorf.

Auf unserem letzter Ausflug wollten wir uns eigentlich Mattersburg ansehen – wir wollen ja wissen wo hunderte Millionen verschwinden können. Aber die Stadt hat uns allein schon beim Durchfahren so garnicht gefallen dass wir einfach weitergekurvt sind. Schlussendlich sind wir auf der Burg Forchtenstein gelandet. Eine imposant positionierte Burg der Esterhazy. Wir hatten Pech denn wenige Minuten zuvor hat die Burgführung bekommen und die nächste war erst in 2,5 Stunden. Immerhin konnten wir den Innenhof und die Aussichtsplattform besichtigen.

Über einen kurzen Abstecher durch Niederösterreich kurvten wir wieder zurück Richtung Donnerskirchen.

Am Samstag war Rückreisetag. In 6,5 Stunden Fahrzeit waren wir wieder in Feldkirch zurück.

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